|
Einbauhinweise
» Durch die hygroskopische Eigenschaft der verwendeten keramischen Isolationswerkstoffe
ziehen diese Feuchtigkeit. Deshalb versenden
wir unsere Heizpatronen i.d.R. eingeschweißt im luftdicht abgeschlossenen
Plastikbeutel. Bei ungeschützter Lagerung an Umgebungsluft ist
vor Inbetriebnahme unbedingt der Isolationswiderstand festzustellen
und ggf. eine Trocknungsphase vorzusehen (Anfahrschaltung oder Trockenofen).
» Ein Abbiegen außen liegender Verbindungsstellen (Anschlussausführung
Typ N) kann zum Bruch der Anschlüsse führen und ist deshalb
unbedingt zu vermeiden.
» Die max. Temperaturbelastung von 750°C am Patronenmantel gilt nicht
für den Anschlussbereich. Die im Anschlussbereich auftretenden
Temperaturen bestimmen maßgeblich die Eignung zur Auswahl stehender
Anschlussausführung.
» Die angegebene Nennspannung darf nicht überschritten werden, da
ansonsten Überhitzungsgefahr besteht.
» Grundsätzlich gilt: je besser die erzeugte Wärme abfließen
bzw. in das zu beheizende Werkstück einströmen kann, desto
höher kann die Oberflächenbelastung am Patronenmantel gewählt
werden.
» Leistungsdichten am Patronenmantel von bis zu 50 W/cm² sind nur
geregelt und bei thermisch günstigen Einbauverhältnissen
vertretbar. Gut Wärme leitende Konstruktionswerkstoffe und ein
eng tolerierter Patronensitz werden deshalb dringend empfohlen.
» Für unsere h7-geschliffenen Hochleistungsheizpatronen empfehlen
wir H7-Bohrungen mit möglichst geringer Rauhtiefe.
» Bohrungsformfehler, Querbohrungen oder Lunker behindern die Wärmeabfuhr
und führen zu Wärmestaus, was zu einem kritischen partiellen Überhitzen
der Patrone führen kann.
» Der Anschlussbereich von Heizpatronen muss grundsätzlich geschützt
werden vor Schmier-, Reinigungs- und Lösungsmitteln, da diese
in die Keramik eindiffundieren und zu Kurzschlüssen führen
können.
» Da es in jeder Praxisanwendung Betriebs- und Umgebungsparameter gibt,
die sich in der Theorie nicht exakt bestimmen lassen, empfehlen wir
grundsätzlich, Heizpatronen vorab in der Anwendung selbst unter
den tatsächlichen Betriebsbedingungen zu testen.
|